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Internet Führerschein für Kinder

Testen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Ihr Internetwissen! In Kooperation mit dem Internet-ABC e.V. stellen wir Ihnen wissenswerte Informationen rund um das Thema Sicherheit im Netz zur Verfügung. Außerdem können Sie hier an der „Führerschein fürs Web“-Prüfung teilnehmen.

Hier gehts zum Internetführerschein für Kinder.

pädagogisch

  • U.a. werden folgende Fragen beantwortet:
  • Wie lange darf ein Kind am Computer sitzen?
  • Ab welchem Alter sollte mein Kind allein surfen?
  • Welches sind die wichtigsten Regeln, die ich mit meinem Kind vereinbaren muss, bevor es ins Internet geht?

Wie lange darf ein Kind am Computer sitzen?

Beim Spielen vergessen viele (und im Übrigen auch noch viele Erwachsene) die Zeit. Wenn etwas spannend oder interessant ist, finden sie scheinbar kein Ende. Dies passiert beim Fußballspielen ebenso wie beim Spielen am Computer. Das Spielen am Computer hat, ähnlich wie das Fernsehen, jedoch den Nachteil, dass man zumindest körperlich wenig bis keine eigenen Leistungen vollbringen muss.
Aus diesem Grund empfehlen die meisten Medienpädagogen folgende Richtzeiten:

  • Kinder im Grundschulalter sollten nicht mehr als 30 Minuten pro Tag am Rechner verbringen.
  • Für Kinder zwischen 10 und 13 Jahren werden bis zu 60 Minuten und
  • für ältere Kinder bis 90 Minuten als Obergrenze empfohlen

Dies sind, wie gesagt, Richtwerte. Je nach Neigungen, Interessen und nach der Auffassungsgabe des einzelnen Kindes sollten Eltern diese Grenzen flexibel behandeln. Wenn Kinder aus Interesse, Begeisterung und Spaß auch schon mal eine oder zwei Stunden vor dem PC verbringen, ist das keine Katastrophe. Erst recht nicht, wenn sie das gemeinsam mit Freunden tun.

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Als praktisch erweist sich dabei, gerade bei etwas älteren Kindern, ein “Wochenbudget”:
Erlauben Sie Ihrem Nachwuchs eine bestimmte Anzahl an Stunden, die es in einer Woche am Computer verbringen darf. So hat die Tochter oder der Sohn die Möglichkeit, sich ein paar Stunden für ein bestimmtes
Spiel aufzusparen – um es am Wochenende mal ausgiebiger zu spielen. Gerade Adventure- und Rollenspiele benötigen oft eine etwas längere “Einarbeitungsphase” bzw. etwas mehr Zeit, um einen bestimmten Spielabschnitt (Level) zu schaffen, als es das Tagesbudget zulässt.

Ab welchem Alter sollte mein Kind allein surfen?
Gegenfrage: Wann schicken Sie Ihr Kind allein auf die Straße, zum Einkaufen oder auf den Spielplatz? Wahrscheinlich dann, wenn Sie glauben, dass Ihr Kind sich in solchen Situationen sicher fühlt, weil Sie mit ihm das richtige Verhalten im Verkehr geübt oder es auf den Umgang mit anderen Menschen vorbereitet haben. Außerdem sollte es ein bestimmtes Alter erreicht haben, denn wer wird schon ein 3-jähriges Kind allein zum Einkaufen schicken?

Genau diese Prämissen gelten auch fürs Internet. Die meisten Kinder interessieren sich ungefähr im Grundschulalter für Computer und Internet – die einen früher, die anderen später, je nachdem, inwieweit diese Medien in das alltägliche Familienleben integriert sind. Gehen Sie grundsätzlich die ersten Schritte gemeinsam. Sobald der Umgang mit PC und Internet relativ sicher und verantwortungsvoll erscheint, darf der Nachwuchs sich auch allein auf einer Kinderseite tummeln. Dazu sollten Eltern Ihrem Kind einige empfehlenswerte Kinderseiten zur Auswahl anbieten. Das hat dann schon – etwas eingeschränkt zwar, aber immerhin – etwas mit Surfen zu tun. Nach und nach wird dann die “Surfleine” gelockert, und ab welchem Alter Ihr Kind tatsächlich allein surft und ob Sie ein Filterprogramm installieren oder nicht, das ist natürlich Ihre Entscheidung.

Für jedes Alter gilt: Teilen Sie Ihrem Kind Ihre Überlegungen und auch Bedenken mit und vereinbaren Sie konkrete Regeln, die auch die Folgen einer Missachtung derselben umfassen. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Ihnen sein Wohl auch in diesem Bereich am Herzen liegt!

Welches sind die wichtigsten Regeln, die ich mit meinem Kind vereinbaren muss, bevor es ins Internet geht?

Für das sichere Surfen im Internet sind erst einmal Sie als Eltern zuständig. Ähnlich wie Sie über den Fernsehkonsum Ihrer Kinder wachen, sollten Sie das auch beim Internet tun und gemeinsame Absprachen treffen. Nach und nach werden die jungen Surfer sich entsprechendes Wissen über das Internet und seine Gefahren aneignen, mehr und mehr Eigenverantwortung übernehmen und bestimmte Regeln verinnerlichen. Sind diese einmal für sie selbstverständlich, ist die beste Grundlage dafür gelegt, dass Internet-Gefahren Ihren Kindern nichts anhaben können.

Für jüngere Kinder sollte gelten: Sie sagen Ihnen vorher Bescheid, wenn sie ins Internet gehen und surfen auf bekannten Internetseiten, über die Sie sich im Vorfeld gemeinsam informiert haben. Neue Internetangebote werden zunächst gemeinsam angesehen.

Folgende entscheidende Regeln für den Aufenthalt im Internet gelten hingegen für alle Altersgruppen und sollten von Anfang an selbstverständlich sein:

Absprachen und Regeln

  • Bescheid sagen!
    Die Kinder dürfen sich nicht ungefragt mit dem Internet verbinden. Sie müssen Sie informieren, wenn sie ins Netz gehen.
  • Erlaubte Reiseziele
    Die Kinder surfen auf bekannten Internetseiten, über die Sie sich im Vorfeld gemeinsam informiert haben.
  • Neues nur gemeinsam
    Neue Internetangebote werden zunächst gemeinsam angesehen.
  • Geheimsache persönliche Daten
    Kinder verraten im Internet – sei es in Chats, Foren oder E-Mails – niemals ihren Namen, ihre Adresse oder ihre Telefonnummer.
  • Unbekannte sind Fremde – auch im Netz
    Leute, die man im Internet “trifft”, sind grundsätzlich Fremde und werden auch so behandelt. Egal wie nett sich Menschen geben, die Kinder verraten nicht zu viel von sich und glauben nicht alles, was ihnen erzählt wird.
  • Nicht alleine registrieren
    Wenn Angebote eine Anmeldung erfordern, informieren die Kinder Sie erst. Schauen Sie sich gemeinsam die Seiten an und entscheiden Sie. Begründen Sie Ihre Entscheidung, damit die Kinder wissen und einschätzen können, was gegen das Angebot einzuwenden ist.
  • Kein Einkaufsbummel ohne Zustimmung der Eltern
    Kinder sind noch nicht geschäftsfähig und dürfen nicht eigenmächtig Bestellungen über das Internet aufgeben. Auch an Gewinnspielen sollten sie nur teilnehmen, wenn sie vorher mit Ihnen darüber gesprochen haben.
  • Verdächtige Seiten melden
    Kinder sollten wissen, dass sie ihre Eltern hinzuziehen können, wenn ihnen etwas komisch vorkommt. Jüngere Kinder werden kaum die Einordnung “das ist pornografisch” oder “das ist rassistisch” vornehmen können. Aber sie merken meist sehr genau, wenn “etwas nicht stimmt”.

Internet sicher

  • U.a.: Sind meine Daten im Netz geschützt?
  • Was darf ich beim Chat oder am Pinboard preisgeben?
  • Welche Mails kann ich unbesorgt öffnen? Gibt es wirklich sicheres Surfen?

Sind meine Daten im Netz geschützt?

Alles, was Sie im Netz ohne zusätzliche Verschlüsselung verschicken, ist dort so gut oder schlecht vor anderen geschützt wie der Inhalt einer normalen Postkarte. Das heißt zwar nicht, dass jeder mitliest, aber wer es darauf anlegt, kann herausfinden, was Sie verschicken. Deshalb unbedingt beachten: Kreditkartennummern, Passwörter und Daten fürs Onlinebanking nie in einer Mail mitteilen. Übrigens: Wenn Sie an Preisausschreiben teilnehmen, müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Adresse weiterverkauft wird. Es sei denn, Sie haben darauf geachtet, dass in den AGBs entsprechende Informationen aufgeführt sind, die das verbieten, und Sie das oft vorhandene Feld zur Einwilligung der Weitergabe Ihrer Daten nicht angeklickt haben.

Was darf ich beim Chat oder am Pinboard preisgeben?
Kinder sollten im Internet niemals persönliche Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer oder andere Informationen über sich oder die ganze Familie mitteilen. Aber auch Erwachsene sollten überlegen, wem sie welche persönlichen Daten preisgeben. Denn nicht immer wissen Sie, was mit Ihren Angaben geschieht. Auch wenn sie bloß zu Werbezwecken weiter gegeben werden: Ein ständig voller virtueller oder realer Briefkasten kostet Zeit und Nerven.

Welche Mails kann ich unbesorgt öffnen?
Reine Text-E-Mails (txt) sind im Prinzip ungefährlich. Problematischer ist es mit HTML-Mails. Diese können ausführbaren Code enthalten, der schon durch das simple Öffnen der Mail aktiviert wird und unter Umständen einen Schädling auf den Plan ruft. Schalten Sie das Vorschaufenster in Ihrem E-Mail-Programm daher besser ab. Gefährlich sind E-Mail-Anhänge, die so genannten Attachments. Mails mit Attachments von unbekannten Absendern sollten Sie besser löschen. Weil aber manche Viren unbeobachtet Mails an x-beliebige Adressen aus dem Adressbuch verschicken können, ist es sogar möglich, dass Sie von einem Bekannten eine infizierte Mail bekommen. Und der weiß gar nichts davon, weil nicht er, sondern der Virus die Post auf den Weg geschickt hat. Dazu zwei Tipps:
a) vorsichtig mit Attachments umgehen und
b) den PC immer mit einem aktuellen Virenscanner kontrollieren.

Gibt es wirklich sicheres Surfen?
Wenn sicheres Surfen meint, dass Sie bei Ihrer Tour garantiert nicht mit illegalen Inhalten konfrontiert werden oder dass nur virenfreie Mails Ihren Rechner erreichen, ist die Antwort: nein. Trotz Filter oder Filtereinstellungen Ihres Browsers ist es möglich auf Seiten mit problematischen Inhalten zu stoßen, die Sie bei den zuständigen Behörden melden können. Diese leiten unter Umständen entsprechende Verfahren ein oder fordern die Provider auf, die entsprechenden Seiten aus dem Netz zu nehmen. Zu Ihrer Sicherheit in punkto Viren tragen Sie bei, indem Sie vorsichtig mit fremden Dateien – seien es E-Mail Anhänge, Programme von Disketten oder Downloads unbekannter Herkunft – umgehen und sie im Zweifelsfall erst gar nicht öffnen.

Kann ich mir durch das Surfen Viren holen?
Bisher galt: Durch schlichtes Surfen oder Lesen von E-Mails wurden Viren nicht verbreitet, sondern nur durch das Öffnen sogenannter Attachments. Seit “Nimda” ist das anders. Denn dieser Virus schaffte es auch, Webseiten zu infizieren und breitete sich auf fremden Rechnern schon durch das Lesen der Mails aus. Damit Sie möglichst vor bösen Überraschungen geschützt sind, sollten Sie immer einen aktuellen Virenscanner auf Ihrem PC installiert haben.

Woher kommen eigentlich Computerviren?
Computerviren werden ganz gezielt programmiert. Über die Absicht ihrer Produzenten kann man nur spekulieren: Wollen sie Macht demonstrieren, gefällt es ihnen, anderen Schaden zuzufügen oder wollen sie Ihr Können beweisen? Die meisten Virenprogrammierer zielen auf das Löschen von Datenträgern, die Beschädigung von Programmen oder einfach das Erzeugen von Verwirrung und Durcheinander ab. Sicher ist, dass schon sehr viel (materieller) Schaden mit Computerviren angerichtet wurde. Allein in kleinen und mittelgroßen Betrieben und Unternehmen in Europa entstehen durch Hackerangriffe und Virenattacken jährlich Schäden von rund 22 Milliarden Euro – so schätzen Antivirenhersteller.

Warum soll man eigentlich nicht den eigenen Namen oder das Geburtsdatum als Passwort verwenden?

Ganz einfach: weil es dann sehr leicht zu knacken ist. Schließlich sollen mit dem Passwort bestimmte Dateien, Informationen oder der Zugang zum PC gesichert werden. Andererseits will man sich sein eigenes Passwort auch gut merken können. Ein Tipp: Nutzen Sie die Anfangsbuchstaben eines Satzes, an den Sie sich leicht erinnern, zum Beispiel “Im August wird unsere Tochter Kathrin eingeschult” (IAWUTKE), fügen gegebenenfalls noch ein Sonderzeichen oder eine Zahl hinzu, und schon haben Sie ein ziemlich sicheres Passwort.

Wie kann ich mich vor Werbung in meinem E-Mail Briefkasten schützen?

Die meisten E-Mail-Programme bieten Ihnen zum Schutz vor lästiger Post eine Funktion, mit der Sie gezielt Absender sperren können und von diesen in Zukunft keine E-Mails mehr erhalten. Einige kostenlose E-Mail-Anbieter wie gmx.de oder Web.de bieten zudem Spam-Filter an. Die entsprechenden Einstellungen können Sie selbst vornehmen. Je unbedachter Sie mit Ihrer E-Mail-Adresse umgehen, umso mehr Werbung wird Ihr Postfach erreichen. Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse nicht wahllos in Formulare z. B. bei Gewinnspielen, Umfragen oder in Gästebücher im Internet ein. Noch besser: Legen Sie eine zusätzliche Adresse an, zum Beispiel bei einem kostenlosen E-Mail-Anbieter im Netz. Wenn Sie bei dem Besuch einer Webseite, einer Umfrage o. ä. diese E-Mail-Adresse angeben, verhindern Sie, dass Ihr Hauptbriefkasten mit nervigen Werbemails zugepackt wird. Und abmelden können Sie Ihre zweite E-Mail-Adresse jederzeit. Außerdem gibt es heute eine Reihe von Softwareprodukten, die versuchen, Werbepost automatisch als Spam zu klassifizieren. Wenn Sie viel Werbemüll erhalten, lohnt sich der Versuch, einen solchen “Spamfilter” einzusetzen, ganz sicher!

©www.internet-abc.de

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