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	<title>Online Lernen für Kinder im Zeitalter des Web 2.0 &#187; Fremdsprachen</title>
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	<description>Tipps und Trends rund um die Bildung für Kinder im Internet</description>
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		<title>F&#252;r Kinder ist Spielen mehr als nur Zeitvertreib</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 07:55:59 +0000</pubDate>
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<p>Fremdsprachenunterricht f&#252;r Vorsch&#252;ler, ein Run auf Privatschulen und die Forderung, Sch&#252;ler so fr&#252;h wie m&#246;glich auf das Berufsleben vorzubereiten: Es scheint, als sei eine „klassische Kindheit“, die neben der Schule auch Freir&#228;ume bietet, heute unzeitgem&#228;&#223;. In gleichem Ma&#223;e, wie Defizite im schulischen Bildungswesen festgestellt werden, boomen private Angebote wie Toggo, Toogo-Clever Club, Toggolino, <a href="http://www.kinder-lernen-online.de/tag/panfu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Panfu">Panfu</a>, Scoyo, etc. zum Wissenserwerb. Fast schon mit professioneller Distanz coachen Eltern ihre <a href="http://www.kinder-lernen-online.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a>, um sie fit f&#252;r den Arbeitsmarkt zu machen. Das kann nicht nur einen Dauerstress auf die <a href="http://www.kinder-lernen-online.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> aus&#252;ben, die immer weniger Freir&#228;ume haben – es &#252;berfordert auch viele Eltern, denn sie m&#252;ssen die vielf&#228;ltigen Aktivit&#228;ten der <a href="http://www.kinder-lernen-online.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> koordinieren, m&#252;ssen sie von Termin zu Termin fahren. Alles, damit die lieben Kleinen m&#246;glichst schnell F&#228;higkeiten und Sozialkompetenz erwerben. So verringern sich die Freir&#228;ume, in denen <a href="http://www.kinder-lernen-online.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> ihrer Lieblingsbesch&#228;ftigung nachgehen k&#246;nnen: dem Spielen! Aber ist verspielte Zeit wirklich verschenkte Zeit? Nein, denn f&#252;r die Entwicklung der <a href="http://www.kinder-lernen-online.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> ist auch das Spielen unverzichtbar. Beim Spiel mit Freunden oder Eltern werden „spielerisch“ Sozialkompetenzen erworben, die eigenen F&#228;higkeiten werden getestet. Spielen bedeutet einerseits Best&#228;tigung, aber auch Herausforderung. Der n&#252;tzliche Nebeneffekt: Spielen wird von Kindern als entspannend wahrgenommen. So wird Energie getankt, die gerade <a href="http://www.kinder-lernen-online.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> f&#252;r die allt&#228;glichen Herausforderungen in der Schule dringend ben&#246;tigen. Doch die Gelegenheiten f&#252;r <a href="http://www.kinder-lernen-online.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a>, sich drau&#223;en auszutoben, werden rarer. Einerseits, weil durch die geringe Geburtenquote immer mehr Spielpl&#228;tze leer bleiben und es schwieriger wird, zuf&#228;llig Altersgenossen zu treffen. Andererseits aber auch, weil die Eltern eine h&#246;here Gef&#228;hrdung der <a href="http://www.kinder-lernen-online.de/tag/kinder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kinder">Kinder</a> wahrnehmen. Das Kind stundenlang drau&#223;en umherstreifen zu lassen w&#252;rden manche Eltern als fahrl&#228;ssig auffassen. Spielen ist Familienerlebnis Umso wichtiger ist es, zu Hause die M&#246;glichkeiten zur kreativen Besch&#228;ftigung beim Spielen – oder auch Basteln – in allen Entwicklungsphasen zu f&#246;rdern. Besonders interessant sind dabei nat&#252;rlich Spiele, die sowohl alleine Herausforderungen bieten, aber auch gemeinsam mit Freunden und Eltern gespielt werden k&#246;nnen. Denn das gemeinsame Spiel ist soziale Interaktion in Reinform. Ganz nebenbei st&#228;rken gemeinschaftliche Aktivit&#228;ten den Familienverbund.</p>
<p><strong>Gute Spiele, schlechte Spiele? </strong></p>
<p>Das Klischee vom isolierten, Ego-Shooter spielenden Heranwachsenden ist weit verbreitet, zeigt aber letztlich nur, wie gro&#223; die Distanz vieler Erwachsener zur Lebenswelt heutiger Kinder ist. Wer von Kindern verlangt, dass sie virtuos im Umgang mit vermeintlich „n&#252;tzlichen“ Errungenschaften der digitalen Revolution sind, um fit f&#252;r den Arbeitsmarkt zu werden, muss ihnen auch zugestehen, die f&#252;r ihre Altersklasse relevanten Benefits zu genie&#223;en. Vor diesem Hintergrund bieten digitale Spiele Kindern prinzipiell die gleichen Entwicklungs- und Interaktionsm&#246;glichkeiten wie das gute alte Brettspiel. Nintendos Wii und das dazugeh&#246;rige Softwareangebot etwa sind ein Beispiel daf&#252;r, dass eine Spielkonsole sowohl kindgerechte Inhalte als auch zahlreiche Gelegenheiten f&#252;r gemeinsame Spiele mit den Eltern bieten kann. Kinder finden dabei ihrem Entwicklungsstand entsprechend Best&#228;tigung und haben Spa&#223; dabei zu sehen, dass sie in manchen Fertigkeiten ihren Eltern durchaus &#252;berlegen sind. Aber auch das gute alte Brettspiel ist noch lange nicht passé! Und wenn man ihnen die M&#246;glichkeit bietet, dann besch&#228;ftigen sich Kinder auch heute noch gernemit Spieleklassikern. Die Daten aus der MindSetKids f&#246;rdern hier Erstaunliches zutage.</p>
<p><strong>Klassische Spiele sind zeitlos</strong></p>
<p>Bei j&#252;ngeren Kindern machen klassische Spiele den L&#246;wenanteil des gesamten Zeitbudgets f&#252;r das Spielen aus. Mit zunehmendem Alter gewinnen elektronische Spiele an Relevanz, bis sie bei den 13-J&#228;hrigen mit 56 Prozent bereits wichtiger als klassische Spiele sind. Doch ein Blick auf die Spielepr&#228;ferenzen junger wie &#228;lterer Kinder zeigt, welch hohen Stellenwert klassische Spiele generell im Alltag einnehmen: Danach gefragt, was f&#252;r ein Spiel gerade gespielt wird, stehen bei den 6- bis 9-J&#228;hrigen Gesellschaftsspiele und das Spielen mit Bausteinen an erster und zweiter Stelle, erst auf dem dritten Platz folgen PC- und Konsolenspiele.</p>
<p>Mit 13 Prozent der Nennungen haben auch Kuscheltiere bzw. Puppen nach wie vor einen festen Platz im Alltag der Kinder dieser Altersklasse. Auch Aktivit&#228;ten wie Fangen oder Versteckspielen sind heute durchaus noch „in“. Insgesamt betrachtet, hat das Spielen von Konstruktions-, Regel- oder Rollenspielen also f&#252;r die Grundsch&#252;ler eine gro&#223;e Bedeutung. Bei den 10- bis 13-j&#228;hrigen Kindern bestimmen die PC- bzw. Konsolenspiele praktisch die H&#228;lfte aller spielerischen Aktivit&#228;ten. Doch auch hier folgen die Gesellschaftsspiele mit starken 15 Prozent auf dem zweiten Platz, gefolgt vom Spielen mit Bausteinen. Betrachtet man &#252;brigens die Hitliste der favorisierten Gesellschaftsspiele, so zeigt sich, dass mit „Uno“, „Lotti Karotti“, „Monopoly“ und „Wer war’s“ vier Titel die Top 5 beherrschen, die regelm&#228;&#223;ig auf TV-Werbung setzen. Kindern in der von uns betrachteten Altersgruppe der 6- bis 13-J&#228;hrigen spielen. </p>
<p>Ab dem 11. Lebensjahr nimmt n&#228;mlich die Zahl der Spielenden kontinuierlich ab. M&#228;dchen h&#246;ren fr&#252;her mit dem Spielen auf als Jungen, die ihrem Spieltrieb insbesondere mit Konsolenspielen auch noch in der Jugend nachgehen. Die Studie erm&#246;glicht auch zu zeigen, in welchen R&#228;umen welchen spielerischen Aktivit&#228;ten nachgegangen wird. Dabei zeigt sich, dass das Kinderzimmer f&#252;r fast alle Arten von Spielen nur zur H&#228;lfte genutzt wird. Sehr beliebt sind bei den Kindern als alternative Spielorte insbesondere das Wohn- oder Esszimmer und die K&#252;che. Besonders hoch ist der Anteil der spielerischen Aktivit&#228;ten im Wohnzimmer bei den Gesellschaftsspielen sowie den PC- bzw. Konsolenspielen. Elektronische <a href="http://www.kinder-lernen-online.de/tag/online/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Online">Online</a> Spiele schaffen Fantasiewelten.<br />
W&#252;rde man Kinder fragen, w&#228;re die Trennung von klassischem und elektronischem Spielzeug wohl „Unsinn“. Denn entscheidend f&#252;r Kinder ist es, welche Spiel- und Interaktionsm&#246;glichkeiten ihnen ein Spielzeug erm&#246;glicht. Das gemeinsame Spielen an einem Konsolenspiel kann durchaus ein &#196;quivalent zu klassischen Geschicklichkeits- oder Brettspielen sein. Aber was ist mit dem Schreckgespenst der stunden- oder gar n&#228;chtelang durchspielenden Computerspiels&#252;chtigen? Zumindest in unserer Stichprobe der 6- bis 13-J&#228;hrigen konnten wir dieses Klischee nicht best&#228;tigt sehen. Stattdessen fanden wir allerdings Belege daf&#252;r, dass Konsolen- oder PC-Spiele durchaus auch eine wichtige soziale Komponente beinhalten.<br />
So stellten wir fest, dass in 62 Prozent aller gemessenen Kontakte mit elektronischen Spielen die befragten Kinder nicht alleine spielten, sondern dass mindestens eine weitere Person im Raum mit beteiligt war. Dabei lassen sich plattformabh&#228;ngige Unterschiede feststellen, was allerdings auch darin begr&#252;ndet sein d&#252;rfte, dass nicht alle Plattformen in jeder Altersklasse gleich beliebt sind.Spitzenreiter beim gemeinsamen Spielen waren Nintendos Wii und die Xbox von Microsoft: In drei von vier F&#228;llen werden Spiele auf diesen Plattformen zu mehreren gespielt. So waren in knapp einem Drittel der F&#228;lle (32 Prozent) Freunde mit dabei, in rund einem F&#252;nftel wurde mit bzw. gegen Geschwister gespielt. Die These von einer generellen Gefahr der Vereinsamung durch PC- und Konsolenspiele lie&#223; sich f&#252;r die breite Masse der Befragten also nicht aufrechterhalten. Stattdessen sahen wir in den Daten einen Trend zu Spielabenden mit der gesamten Familie vor PlayStation, Xbox oder Wii. Auch auf immer mehr Kindergeburtstagen sorgen diese Konsolen f&#252;r kindgerechte Unterhaltung.</p>

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